Bar
Mit 13.700 Einwohnern ist Bar bereits eine der mittelgroßen Städte des kleinen Landes. Besonderheit Bars ist, dass sie sozusagen aus zwei Städten besteht. Mit der nach dem Erdbeben von 1979 verlassenen Altstadt Stari Bar und dem im Anschluss neu errichteten Stadtzentrum direkt am Wasser schlagen zwei Herzen in der Brust der belebten Hafenstadt. Die Ruinen der zerstörten Altstadt können noch besichtigt werden. Die Stadt liegt an der Adriaküste. In ihrem Seehafen verkehren Schiffe nach Italien. Er ist außerdem Anlaufhafen für viele Kreuzfahrtschiffe. Die 1976 fertiggestellte Bahnstrecke Belgrad-Bar macht Bar zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt auf dem Balkan. Auf unseren Touren bereisen wir die Strecke zwischen Kolasin und Bar. Auch das zwischen Bergen versteckte Städtchen Virpazar ist Teil der Bahnstrecke, die die Hauptstadt Serbiens mit der montenegrinischen Mittelmeerküste verbindet.
Budva
Auch die ebenfalls an der Adria gelegene Stadt Budva war von dem Erdbeben von 1979 stark betroffen. Anders als Bar wurde Budva in akribischer Recherche in den österreichischen Archiven originalgetreu wieder aufgebaut. Sie ist eine der ältesten Orte an der Adria. Ursprünglich handelte es sich bei Budva um eine Insel. Mittlerweile hat sich die Stadt über eine Sandbank mit dem Festland verbunden und sich touristisch stark entwickelt. Budva erfüllt mit seiner historischen, von einer Stadtmauer umgebenen Altstadt, seinem mediterranen Klima und Flair, dem direkten Zugang zum Strand und dem Blick auf die Insel Sveti Nicola, die von den Montenegrinern selbst Havaj genannt wird, was sich von Hawaii ableitet, alle Kriterien für einen erholsamen Badeurlaub am Mittelmeer, allerdings ist Budvas Hafenpromenade und der Strand in der Hauptsaison sehr überlaufen. Viele Cafés und Bars laden zum Trinken und Feiern ein. Budva ist für sein Nachtleben in der Sommersaison berühmt. Auch das elektronische Sundance Musikfestival findet alljährlich in unmittelbarer Nähe zu Budva am Jaz Beach statt. Als Teil unserer Touren besuchen wir die Festung Kosmac aus der Habsburgerzeit, die an der Straße zwischen Budva und Cetinje liegt.
Cetinje
Und damit kommen wir nach Cetinje. Auf der Strecke zwischen Budva und Podgorica, die die Landeshauptstadt mit der Küste verbindet, liegt Cetinje. Bis 1918 war die 15.500 Einwohner zählende Stadt Hauptstadt des Landes. Obwohl nicht Sitz der montenegrinischen Regierung, beherbergt die Stadt weiterhin den Präsidenten des Landes Filip Vujanovic. Cetinje liegt am Fuss des Berges Lovcen, den wir als Teil unserer Touren besteigen und auf dessen Spitze wir das Mausoleum besichtigen, in dem der Fürst Petar II. Petrovic-Njegos beigesetzt ist. Njegos war bekannt als Dichterfürst, weil er neben seinem Posten als Fürstbischof auch einer der bedeutendsten Dichter war und ist, die in montenegrinischer Sprache dichteten. Die Stadt war zudem Sitz der königlichen Residenz, die bis heute relativ gut erhalten ist und in der Umgebung um Cetinje besichtigt werden können. Auch die gesamte musisch-kreative Fakultät der Universität des Landes befindet sich in Cetinje. Das Stadtbild ist geprägt von den imposanten Gebäuden der verschiedenen Botschaften, die sich in der ehemaligen Hauptstadt bis heute befinden.
Kolasin
Die kleine Stadt Kolasin zählt etwa 3000 Einwohner. Als beliebter Wintersportort erlangte sie mittlerweile jedoch über die Grenzen Montenegros hinweg Bekanntheit. Mit seinem Gebirgspanorama, rustikalen Holzhütten an grünen Hängen und der klaren Luft erinnert Kolasin den westeuropäischen Besucher wahrscheinlich am ehesten an die Schweiz. Viele Touren in den Biogradska Gora Nationalpark beginnen von hier. Dieser ist wiederum bekannt, da er einen der letzten Urwälder Europas beherbergt. Neben Zabljak ist Kolasin mittlerweile der bedeutendste Skisportort in Montenegro. Auch geschichtlich ist die kleine Stadt interessant. In der Stadt, die im Zuge des Zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört wurde, gründete sich 1943 der “Antifaschistische Rat des Volksbefreiungskampfes von Montenegro und der Bucht von Kotor”, aus welchem sich im weiteren Verlauf die Volksversammlung Montenegros bildete. In Kolasin haben wir für unsere Gäste eine wunderschön gelegene Unterkunft an den Ufern eines kleinen Baches gefunden.
Kotor
Für uns persönlich ist die Bucht von Kotor die wahrscheinlich schönste, die wir auf unseren Touren anfahren. Rundum von Bergen umgeben liegt die Wasseroberfläche in den frühen Morgenstunden spiegelglatt und metallisch glänzend da. Vielmehr vermittelt sie den Eindruck eines großen Sees als eines Zugangs zum Meer. Alljährlich im August findet hier das Festival Boka Night statt. In der Bokeljska Noc fahren unzählige Boote auf ausgefallenste Weisen geschmückt durch die Bucht von Kotor. Die 4,5 km lange Stadtmauer ist beleuchtet und Feuerwerke erhellen den Nachthimmel und lassen die Umrisse der eindrucksvollen Festung Sveti Jovan immer wieder gespenstisch über der Altstadt Kotors auferstehen. Die pittoreske Altstadt ist zudem zu jeder Jahres- und Tageszeit einen Besuch wert. Während des Erdbebens von 1979 wurde sie stark beschädigt, was ihr einen Platz auf der roten Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO einbrachte. In Folge dessen wurden mehrere Maßnahmen zur Erhaltung Kotors initiiert. Seit 2006 wird stetig an einem Konzept gefeilt, was die Stadt gegen strukturelle Veränderung durch Baumaßnahmen schützen und ihren historischen Charakter erhalten soll.
Podgorica
Mit knapp 186.00 Einwohnern ist die Stadt die größte des Landes. Seitdem Montenegro im Jahr 2006 Unabhängigkeit erlangte, ist Podgorica außerdem Hauptstadt des Landes. Wie auch Kolasin und Virpazar liegt Podgorica auf der bedeutenden Bahnstrecke Belgrad-Bar. Die Bahnstrecke bietet eine direkte Verkehrsverbindung zwischen Podgorica und der Mittelmeerküste. Der Flughafen Podgorica ist neben Tivat der einzige international operierende Flughafen Montenegros. Alle Touren, die wir für euch zusammengestellt haben, starten von Podgorica. Als Landeshauptstadt ist sie Sitz aller wichtigen Regierungsinstitutionen. Allein die Präsidentenresidenz befindet sich in der ehemaligen königlichen Residenz Cetinje. Auch das montenegrinische Büro von TravelPoint Montenegro befindet sich in Podgorica. Gerne geben wir euch daher sowohl als Individualreisende als auch als Teilnehmer unserer geführten Touren Tipps und Anregungen, was man in Montenegros Hauptstadt alles erleben kann. Ausgangspunkt unserer Touren ist die Terrasse des Ambassador Hotels mit Blick auf die Moraca. Der Fluss durchfließt Podgorica. Seinem Verlauf folgend gelangt man zum 15 Kilometer entfernten Skutarisee, in den Podgoricas Stadtfluss mündet. Der mitunter kraftvoll reißende Moraca-Strom ist der größte Zufluss des Skutarisees. Ein Besuch der Moraca-Schlucht ist Bestandteil unserer Touren.
Rijeka Crnojevica
Ebenfalls vom Skutarisee abgehend, befahren wir den Fluss Crnojevic. An seinen von Seerosen gesäumten Ufern liegt das malerische Städtchen Rijeka Crnojevica. Dieser Ort, an der alten Serpentinenstraße nach Cetinje gelegen, wurde bereits 1481 gegründet. Seinen Namen verdankt er dem alten Adelsgeschlecht der Crnojevic. Diese Familie herrschte bereits im Mittelalter in der Gegend um Cetinje. Sie ist auch Namensgeber der Zabljak Crnojevica, der Burg Zabljak, in der Angehörige der Familie ebenfalls um 1500 residierten. Die alten Steinhäuser der Stadt Rijeka Crnojevica stammen zum Teil noch aus dem 17. Jahrhundert. Ein Spaziergang durch das verwunschen wirkende Dorfzentrum, die Überquerung der wunderhübschen Stari Most, der berühmten Brücke, die über den Fluss führt sowie eine Bootsfahrt auf dem selbigen in einer der an venezianische Gondeln erinnernden Boote ist ein Muss für jeden Montenegro-Besucher. Mit gerade einmal 175 Einwohnern ist Rijeka Crnojevica die kleinste Stadt, in der wir auf unseren Touren Quartier beziehen. Im Frühling, bei einem Glas einheimischem Rotwein, Käse und Oliven, genießen wir neben der alten Brücke sitzend, die Ruhe und Magie des Ortes.
Tivat
Tivat ist ein an der Bucht von Kotor gelegener Badeort. Der neue Yachthafen „Porto Montenegro“ ist Anlaufhafen für Yachten aus dem Mittelmeer und der Adria und sorgt dafür, dass Tivat nicht nur in den Sommermonaten zahlreiche Urlauber anzieht. Auf der Hafenpromenade flanierende Touristen, die die Sonne, das mediterrane Klima, Eis, Drinks und montenegrinische Köstlichkeiten genießen, prägen das Stadtbild. Das Panorama des am Fuße des Gebirges gelegenen Badeorts mit den bis heute gut erhaltenen Festungsanlagen aus der österreichisch-ungarischen Zeit, welche die grünen Hänge spicken, mutet romantisch an und erinnert an Italien. Nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt der Flughafen Tivat. Obwohl Tivat mit gerade einmal 9.500 Einwohnern weitaus kleiner ist als die montenegrinische Hauptstadt Podgorica, ist der Flughafen Tivat neben dem Flughafen Golubovci in Podgorica der einzige, an dem auch Auslandsflüge starten und landen.
Virpazar
Das ehemals verschlafene Fischerdorf Virpazar hat sich seit Beginn der touristischen Erschließung des Landes rasant entwickelt. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Pensionen öffnen hier ihre Tore für den Besucher. Der Ort, der für sich nur 337 Einwohner zählt, scheint tagsüber ein vielfaches an Besuchern zu zählen, aber bei Einbruch der Dämmerung senkt sich wieder Ruhe über das Örtchen und die mystische Atmosphäre des Ortes wird spürbar. Virpazar liegt am Skutarisee, sodass in seinen Gasthöfen und Bistros traditionell der kross gebackene Karpfen, die Spezialität der Region um den Skutarisee, angeboten wird. Auch wir statten Virpazar auf unseren Touren einen Besuch ab. Trotz der wachsenden touristischen Bedeutung hat der Ort weiterhin etwas Verträumtes an sich. Die Steinhäuser scheinen windschief. Dieser Eindruck wird durch die massiven Felswände erzeugt, die sich um den Stadtkern erheben und sich über ihn zu beugen scheinen. Anders als viele Orte, die wir auf unseren Touren bereisen, entbehrt Virpazar fast gänzlich des mediterranen Charmes, von dem beispielsweise Tivat oder Kotor leben. Virpazar wirkt vielmehr wie ein Ort aus einer bretonischen Sage. Verwunschen und wie aus der Zeit gefallen empfängt er uns mit seinen Steinbauten, Brücken und Kopfsteinpflasterwegen. Die Bahnfahrt am Hang entlang auf der berühmten Bahnstrecke Belgrad-Bar, die ein Highlight unserer Touren darstellt, führt uns nach Virpazar. Von dort steigen wir um ins Boot und fahren direkt auf dem Skutarisee, dem größten Binnengewässer auf dem Balkan, und dem Fluß Crnojevic weiter zu unserer Unterkunft.
Zabljak
Zabljak ist der höchstgelegenste Ort auf dem Balkan (1400müM)und das Zentrum des Durmitor Nationalparks.
Von 18 ehemaligen Gletscherseen ist Zabljak umgeben, von denen der bekannteste der Crno Jezero (Schwarzer See) ist.
Die Taraschlucht befindet sich nur 25 Autominuten entfernt von Zabljak.
Zabljak ist außerhalb der Saison ein verschlafener Ort, lebt jedoch in den Sommermonaten richtig auf. Die Kneipen, Restaurant und Cafes sind voll von Gästen aus der ganzen Welt, jedoch nie überlaufen. Man entkommt der Hitze und den vielen Menschen an der Küste, die Nächte sind nach einem Aufenthalt an der Küste angenehm kühl. Viele Outdooraktivitäten haben ihren Ausgangspunkt in Zablajk oder nahe bei Zabljak wie z.B.
Die Ragftingtouren 2 km neben der Djurdjevica-Tarabrücke (25Autominuten)
Die abenteuerliche Nevidio-Canyontour bei Savnik (15Autominuten)
Wandertouren z.B. zum zweithöchsten Berg Montenegros der Bobotov Kuk (2523) zur Ledina Pecina (Eishöhle) in welcher man auch noch im August Stalaktiten und Slakakniten aus Eis bewundern kann.
Die Fahrradtour rund um das Durmitorgebirge
Klettertouren an präparierten Feldwänden
Zum Schwimmen bietet sich der Vrasnje Jezero an, türkisfarbenes Wasser eingebettet in die umliegenden, sanft gewellten Almen, oder der Crno Jezero 25min Fußweg vom Zentrum Zabljaks entfernt.
Klettergarten am Crno Jezero und im Skigebiet Savin Kuk.
Die längsten Ziplines Montenegros
Auch im Winter hat Zabljak seine Reize, natürlich kann man das Skigebiet nicht mit den Resorts in den Alpen vergleichen.
Aber mir als begeisterter Skifahrer haben die wilden noch teilweisen unerschlossenen Berge eine ganz neue Erfahrung gebracht.
